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In Segovia
fing es an,
wo die
Herzen uns gewann
kühnen
Juan Bravos Art,
der den fünften
Karl genarrt
und mit
stolzem Adelsgeist
erst ihn
in die Schranken weist,
bis er
dann geköpft verendet
und sich
in ein Denkmal wendet. -
Sankt
Jakobus, matamoros,
tötete
mitnichten „toros“,
vielmehr
griff er Maurenschöpfe,
hortete
die Maurenköpfe!-
Vera Cruz
- der Templerorden -
ist ganz
schön vernichtet worden,
als der König
sah sein Geld,
trieb er
ihn aus dieser Welt. -
An dem
alten Wasserleiter
wurden
wir zutiefst gescheiter,
ja, der Römerbögen
Glanz
füllte
unsre Herzen ganz. -
Alcazar
verschwand im Regen,
und wir
mussten uns bewegen,
um den
Aquädukt zu finden,
mussten
wir uns tüchtig schinden.
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Aus
der Stadt der stolzen Ritter,
wo
der Tod so oft ein Schnitter,
wo
auch Francos Truppen kämpften
und
den Mut der Roten dämpften,
ging
es in die Stadt des Geistes,
Salamanca
war, so heißt es,
einst
das Zentrum der Dispute,
als
noch nicht die harte Rute
des
Loyola alles dämpfte,
das
so frei im Geiste kämpfte.
Dieser
sture alte Baske
ist
das Inbild strenger Maske.
„Quod
natura non dat,
Salamantina
non praestat.“
In
dem Bibliotheks-Gehäuse
gab
es keine Ledermäuse.
So
wie einst in Portugal,
ALBA-TOURS,
ein andermal…- |
(AVILA)
Morgendlicher
Mystik-Morgen
macht
uns wirklich keine Sorgen,
denn
Theresa wird geschildert
und
uns reich durch Klaus bebildert.
Statt
die Augen bald zu schließen,
können
wir den Lauf genießen,
den
Theresas Leben nahm,
als
sie in den Orden kam.
Barfuß
wandelt sie einher,
langsam
und von Mystik schwer.
Alles
ist ihr Ritual
und
gerichtet gegen Baal.
Ihre
unio mystica
ist
für die Theresa da,
wenn`s
vom Himmel heftig schüttet
und
den Garten fast zerrüttet.
Gott
ist ihre inn`re Burg
und
nicht nur der Demiurg.
Auch
Bernini zeigt ihr Rasen
in
den inneren Ekstasen.
Hare
Krischna macht nur leer,
und
es läuft dann gar nichts mehr,
wie`s
die Achtundsechz`ger weisen,
die
wir heute nicht mehr preisen.
In
dem Kloster San Tomas
staunten
wir ohn` Unterlass
über
Thomas von Aquin,
der
von Spanien bis nach Wien
stets
den Westen unterstützte
und
dem Fortschrittsglauben nützte;
doch
der Osten dumpf verharrte
beim
Propheten seinem Barte,
und
in starrem Glauben schmollt,
jeder
Neuerung abhold. -
Romanik
pur in San Vincente
vermittelt
Klaus uns justamente.
Sankt
Vinzenz nahm des Weins sich an
-
für uns daher ein guter Mann. -
Auch
die Mandorla war ganz wichtig,
doch
ohne Inhalt null und nichtig,
nur
Jesus` Mutter durfte rein,
natürlich
auch das Jesulein.
Apropos
„Mandeltragen“:
Nicht
jeder kann ein Messknab` sein,
das
seh`n auch Protestanten ein! -
Manche
lahmten müd am Fuße,
hielten
es für echte Buße,
doch
ein Teil der starken Truppe
Marlies,
Gert war`n in der Gruppe,
schwang
sich auf die Mauer noch,
pfiff
nicht aus dem letzten Loch,
vielmehr
trabt man mit viel Mumm
auf
Avilas Mauern rum. -
Weit
und breit gibt`s ja kein Meer,
und
ein Pool ist lange her.
Gert
kann daher nicht mehr waten
in
Jung-Siegfrieds Wellen-Taten,
oder
bei dem straffen Leibe,
der
die Gattin (Ingeborg) macht zum Weibe,
oder
Lothars Wasser-Treten
-
seine Muskeln Wellen kneten -
oder
Eddas sanftes Gleiten
in
des Pooles schönen Weiten . |
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El
Escorial zum Himmel starrt,
wo
Philipp der Erlösung harrt.
So
ganz ertötet ist der Stein,
errichtet
nur der Lehre rein,
dass
alle Gegen-Reformierten
sich
ihn allein zum Denkmal kürten.
Hierhin
ließ sich Philipp tragen,
wo
Herrera-Zinnen ragen,
hier
verfault er viele Tage,
auch
im Faulraum, ohne Frage,
solches
auch in unsern Tagen
tut
man, ohne mehr zu klagen.
Schaudernd
flieht man diesen Ort,
reist
derweil zu Franco fort. |
(Valle
de los Caidos)
Während
es in Strömen schüttet,
wird
der Sinn erneut zerrüttet.
Der
Caudillo baute sich,
sicher
nicht sehr meisterlich,
eine
Tonnen-Grabesstätte,
dass
er seine Seele rette.
ALBA-TOURS,
schon recht durchfeuchtet,
wird
in jeder Form durchleuchtet.
Jene
Wächter woll`n vor allem,
dass
die Basken nicht so knallen
und
die herrliche Falange
heben
durch die Sprengsatz-Stange.
Franco
war ein kleiner Mann,
und
er dachte auch daran,
seinen
Tod ganz groß zu machen,
-
daher diese vielen Wachen. |
(Fahrt
nach Toledo)
Dieser
Tag war recht bombastisch,
und
man sah das jeweils plastisch,
abgerundet
durch Gesänge,
die
der Klaus in jeder Menge
und
akustisch bot im Bus,
-
LEGION CONDOR, ein Genuss!
Auch
die Internationalen
tönten
von den großen Qualen,
die
der Bürgerkrieg bereitet,
wenn
man über Leichen schreitet.
Noch
lässt die Versöhnung warten,
schmerzen
noch die alten Scharten. |
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Toledo:
Mauren
herrschten in der Stadt,
und
Moscheen gab es satt.
Als
die Christen jedoch siegten
und
den Muselman bekriegten,
wurden
aus Moscheen Dome,
und
statt anderer Idiome
klang
es bald kastilisch rein,
und
der Spanier reckt sein Bein
auf
des Muselmanen Haupt,
das
besiegt und arg bestaubt. -
El
Greco gibt dem Antlitz Seele,
damit
die Wirkung ja nie fehle.
Die
Hände sind voll Ausdruckskraft,
womit
er wahre Wunder schafft,
und
seine Werke übertrafen,
-
wie etwa das des Orgaz-Grafen -
beinahe
Michelangelo,
darob
war Philipp ziemlich froh.
Auch
Goya ist hier zu erwähnen,
die
Haare meist in wilden Strähnen,
jedoch
durchaus charaktervoll,
erfüllte
er sein Künstler-Soll.
Velasquez
ist der dritte Maler,
der
sich verdiente manchen Taler.
Zuweilen
waren sie verarmt,
dann
hat man ihrer sich erbarmt
und
weiter großen Stil erlaubt,
den
Prunksucht unser`m Maler raubt. -
Zum
Schluss, um alles auszuloten,
bestaunten
wir die Visigoten.
Wir
sind doch ALBAs Wundergruppe,
die
auserwählte Reisetruppe.
Wenn
er mal Süßes nicht mehr kann,
dann
nimmt der Gert sich seiner an
und
schleckert, so ist`s bei uns Brauch,
mit
Wonne seinen Nachtisch auf.
Finster
bohrend Jesuiten
lasen
Ketzern die Leviten,
ahnten,
dass die Juden logen,
wenn
sie sich zu Christen bogen;
achteten
auch sehr darauf,
recht
nach Jesuiten-Brauch,
weil`s
an ihrem Stolze nagte,
dass
der Kirchturm höher ragte. |
Aranjuez:
Vereint
saß man am schönen Orte
und
hörte Schillers hehre Worte.
Wolfgang
gab dem Domingo Glanz
und
Volker sprach verhalten ganz
den
Carlos in der größten Not
vor
seinem jämmerlichen Tod. -
Bevor
es ganz an`s Sterben ging,
man
ein Gerippe für ihn fing.
Man
legt` es zu ihm in sein Bette
dass
man vom Tode ihn errette.
Die
Lebensgeister kehrten wieder,
Don
Carlos lag nicht mehr darnieder! |
Madrid:
Die
schönen Tage sind zu Ende,
es
folgt der Reise jähe Wende.
Der
Hauptstadt Lärm empfängt uns nun,
begleitet
unser aller Tun.
Doch
lohnet Goya jede Mühe,
wir
ziehn daher in aller Frühe
zum
Rundgang in die Innenstadt
und
sehen uns die Augen satt.
Die
Metro wird gekonnt genommen,
wir
seh`n das meiste nur verschwommen,
voran
geht`s nun im Sauseschritt,
-
der Lothar tut `nen falschen Tritt! -,
doch
wohlbehalten enden wir
erschöpft
vor der Museumstür.
Allein
wir im Museum waren,
-
im PRADO drängten sich die Scharen-,
dank
der Didaktik uns`res Klaus
gelang
uns hier ein Augenschmaus. -
Es
folgt der Rundgang durch die Stadt,
der
wirklich alles in sich hat.
Die
Plaza teilte sich uns mit,
getrübt
nur durch REAL-MADRID,
Toilettenhäuschen
in der Mitten
sind
notgedrungen mitgelitten.
REAL-MADRID
ist wieder Sieger,
er
ist der Club der Überflieger.
Was
Wunder, denn das Siegesmuster
bereitet
ihm der Deutsche Schuster. -
Der
Bahnhof war ein Urwald nur,
Schildkröten
gab`s auf grüner Flur,
die
den Don Carlos überlebten
und
immer noch ganz ängstlich bebten. -
Man
könnte vieles noch erwähnen,
doch
bleibt`s bei diesen dürren Strähnen
der
„nugae“, die euch wohlbekannt,
-
diesmal im stolzen Spanierland. |