FAHRT NACH KASTILIEN 2008

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ARANJUEZ - Gang in den Garten als Übersicht

"Das Schloss geht im Kern auf einen spätgotischen Klosterpalast der Santiagoritter zurück. Die darin bereits 1387 vorgesehene Vierflügelanlage kam - mit Schutzherrschaft der Krone (1483) und Übernahme der Großmeisterwürde durch die Könige (1523) - an die Habsburger. Während des Umbaus des Alcazars in der neuen Hauptstadt Madrid (1561) ließ Philipp II. den Palast als ländliche Ersatzresidenz durch Juan de Toledo ab 1564 erweitern; sein Erbe trat 1569 Juan de Herrera an. Bei des Königs Tod (+ 1598) war das nur in Zeichnungen überlieferte Projekt - eine Vierflügelanlage der Spätrenaissance - weitgehend vollendet - mitsamt seinem kilometerweit an den Flusswindungen des Tajo durch Anpflanzung von mehr als 80000 Bäumen künstlich geschaffenen Jagdpark. Brände haben 1660/65 diese Entwicklung enden lassen. Erst unter den Bourbonen setzte ein neuer Ausbau zur Sommerresidenz ein: Schon 1715 lagen Philipp V. erste Pläne vor. ... Unter Fernando VI. begann er <Giacomo Bonavia aus Piacenza> mit der barocken Umgestaltung der Westfassade. Deren zentralen Corps de logis hat er durch zurückgesetzte Seitenachsen, drittes Geschoss und übergiebelte Attika, die Statuen der königlichen Bauherren trägt (Philipp II. und V., Fernando VI.), herausgehoben. ... So erscheint das Schloss von Aranjuez mit seiner Gliederung aus hellem Granit und den rötlichen Ziegelflächen wie aus einem Guss." (Schomann, S. 47)

Wir begegneten dem Schloss und den Gärten am Nachmittag des 18. Mai erst bei Sonnenschein, danach unter grauen Regenwolken.

           

              

              

        

Hier an der Südostecke gelangt man in die Gartenanlage (eigene Seite), in der wir Schillers "Don Carlos" gedachten (eigene Seite).