FAHRT NACH KASTILIEN 2008
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TOLEDO - SAN JUAN DE LOS REYES
| "Schräg gegenüber
<von Santa Maria la Blanca> thront auf dem Steilufer oberhalb des
Puente de San Martin der spätgotische Konvent San Juan de los Reyes - als
Stiftung der Katholischen Könige anlässlich der Geburt ihres
Thronfolgers Juan bzw. zum Dank für den Isabellas Herrschaft über
Kastilien sichernden Sieg von Toro (1476) unter dem aus der
Kathedralbauhütte hervorgegangenen Juan Guas inmitten des Judenviertels
begonnen. Mit der Eroberung Granadas (1492) stagnierte der Bau, verlor
seine geplante Funktion als Grablege der Dynastie (1504) und ging an die
Franziskaner über ... Nach Guas' Tod (+ 1496) vollendeten seine
Mitarbeiter Luis de Aguirre, Garcia Perez de Roxas, Enrique und Anton de
Egas 1499 die Kirche, Enrique de Egas 1517 den Kreuzgang. An der Wende zur
Renaissance gilt San Juan de los Reyes als Schöpfungsbau der
flämisch-niederländisch geprägten isabellinischen Spätgotik, zu deren
inspirierendem Meister der seit 1453 in Kastilien nachweisbare Lyoneser
Juan Guas wurde." (Schomann, S. 289)
Schon von Ferne fällt die Krone des Vierungsturms von San Juan auf. Am Chor die Personifikationen der spanischen Provinzen und Ketten befreiter Christensklaven. Unmittelbar südlich des Chores befindet sich der Eingang in die Anlage, überragt von einem Kreuz ohne Corpus, dafür mit Altem Adam und Pelikan. Der Kreuzgang wurde 1495 begonnen. Der Innenraum unter der Vierung war ursprünglich als Platz der Grablege geplant. Immer wieder erscheinen die Buchstaben "Y" und "F" für Isabella (yugos - Ochsenjoch) und Ferdinand (flechas - Pfeilbündel). Über eine Treppe gelangt man in das Obergeschoss des Kreuzgangs mit seiner schönen Decke, seinen Fialen und seinem Reichtum an schönen Wasserspeiern. Abschiedsblick von Westen auf San Juan de los Reyes. |