FAHRT NACH KASTILIEN 2008

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AVILA - SAN VICENTE

San Vicente - ein Juwel.
Wo der Heilige Vinzenz zusammen mit seinen Schwestern Sabina und Christeta 306 das Martyrium erlitten haben soll, fiel die frühchristliche Kapelle 994 den Mauren zum Opfer. Nach der Wiedereroberung Toledos (1085) wurde Avila neu besiedelt und auch San Vicente neu gebaut; die Hauptbauphase war die Zeit um 1170.

Am 14. Mai begegneten wir diesem Schmuckstück zum ersten Mal auf dem Weg vom Bus zum Hotel.

Die Apsiden glänzen am schönsten im Morgenlicht.

                 

Tief in der Westvorhalle verbirgt sich das Westportal von 1170 mit der Darstellung von Leben und Tod des armen Lazarus und des reichen Prassers; prächtig geschmückt sind auch die Archivolten, besonders der figural gestaltete innerste Bogen.

           

        

        

     

Auf den Gewänden Apostelpaare, jeweils im Gespräch.

                    

In der Mitte, auf dem Trumeau, Christus.

           

Dem Paulus am linken Torpfeiler entspricht ein Petrus am rechten.

           

In der zweiten Bauphase wurde statt des ursprünglich geplanten Tonnengewölbes ein Rippengewölbe eingezogen; die Vierung blieb - gemessen an Salamanca oder Zamora - einfach.

           

           

Im Hauptaltar erstrahlt der Heilige Vinzenz.

        

Der Reliquienschrein von 1190 sollte die von der Krypta erhobenen Gebeine der drei Heiligen bergen. Auf der östlichen Schmalseite befindet sich die Darstellung des Traumes der Drei Könige, uns eher von Autun her bekannt.

           

                    

Von der Südvorhalle, die um 1280 als Gerichtslaube entstand, führt das Südportal des selben Meisters wie des Westportals in die Kirche. Der Figurenschmuck zeigt links eine Verkündigung, rechts den thronenden König Alfons VI. mit seiner Tochter Urraca und seinem Schwiegersohn Raimund von Burgund.