FAHRT NACH KASTILIEN 2008

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SALAMANCA - ALTE KATHEDRALE

"Begonnen haben mag der Bau der Catedral Vieja - einer kreuzförmigen Basilika aus fünf Travéen rippengewölbter Joche und Doppelturmfassade, heraustretenden Querarmen unter spitzen Tonnengewölben und drei halbrunden Apsiden, die gestaffelt waren - 1149 nach überlieferter Schenkung eines Hauses auf Betreiben von Bischof Berengar, der zugleich königlicher Kanzler war. Mit der Front des südlichen Querhauses galt sie 1289 als vollendet." (Schomann, S. 200)

Vierungstürme der beiden Kathedralen:

     

Innenraum der Alten Kathedrale:

                 

Retabel und Apsisfresko stammen vom Florentiner Nicolas Florentino, "hinter dem sich Dello da Niccolo Delli (* 1404 in Florenz, + 1470 in Valencia) verbirgt. Dieser toskanische Wanderkünstler der zweiten Garnitur hat auch die Apsiscalotte mit dem Jüngsten Gericht freskiert." (Schomann, S. 209) Ob sein abschätziges Urteil gerechtfertigt ist?

  

                    

Im Südquerhaus finden sich etliche schön ausgemalte Grabnischen.

           

Der Kreuzgang stammt aus dem späteren 12. Jahrhundert, wurde aber nach dem Erdbeben von Lissabon vom Churriguera-Schüler Jeronimo Garcia de Quinones weitgehend umgebaut.

  

Der Kapitelsaal (Capilla de Talavera, um 1243) fällt durch sein mudejarisches Gewölbe auf. In ihm ist eine Inschrift erhalten, die die mozarabischen Messen regelt.

                    

In der Barbara-Kapelle fanden die Universitätsprüfungen statt; man riecht zwar nicht den Schweiß, aber die Nervosität der Prüflinge hat "fußgreifliche" Zeugnisse hinterlassen!

        

Auch das Diözesanmuseum ist hier untergebracht.

                    

     

Eine der Grablegen hier ist das Grabmal des Diego de Anaya, des Erzbischofs von Salamanca, der 1437 als Erzbischof von Sevilla starb. "Das Gitterwerk, von ausschweifender Phantasie, umschließt das Grab wie einen Käfig." (DuMont, S. 34)