ANDALUSIEN 2009

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Sevilla: Plaza de Espana

Über das Gelände, dessen Zentrum die Plaza de Espana darstellt, erfährt man bei Schomann folgendes: "Ursprünglich zur Marineakademie gehörte der sich flußab ziehende Parque de Maria Luisa. Über ihre königliche Schwester Isabella II. hatte Maria Luisa von Bourbon (Herzogin von Montpensier) 1849 mit dem Palast dessen Grünflächen übernommen, die sich bis zur ibero-amerikanischen Ausstellung 1929 zu einem von Repräsentationsbauten des Sevillaners Anibal <Gonzalez y> Ossorio durchsetzten Volkspark wandelten.
Zum Point de vue wird Ossorios der Verherrlichung des 'siglo de oro' dienende Plaza Espana mit einer hybriden Halbkreisarchitektur des Historismus (1923 - 28), die motivisch Berninis römische Arkaden vom Petersplatz als Basis typischer Bauformen des Landes monumentalisiert - vom vieltürmigen Alcazar in der Mitte bis zu symmetrischen Kopien der Giralda am äußersten Rand; Gestaltung in traditionellen Materialien Backstein und Keramik. An der Kolonnadenbrüstung Azulejobilder zur 'Geschichte der Provinzstädte Spaniens', in ihren Bogenzwickeln 'Porträtmedaillons', an den Gebäudeecken Statuen bedeutender Spanier."

Im Westen des Geländes liegt die Glorieta San Diego.

Der Mitteltrakt der Plaza de Espana und davor die Provinzbilder und -karten.

     

              

           

           

Schön im Licht zu dieser Tageszeit: der Ostflügel.

           

Die (Un-)Ähnlichkeit der Außentürme mit der Giralda lässt sich durch einen Vergleich leicht feststellen.

     

Über das Ostende des Parks führt Schomann weiter aus: "Am anderen Parkende rahmen Museen die Plaza de America. Wie andere Baugattungen der Jahrhundertwende greift Ossorios Pabellon Mudejar (= Museum für Volkskunde) auf maurische Vorbilder zurück (1911 - 1919): Türme seiner symmetrischen Südfassade kopieren in Motiven und Material die Alhambra über Granada, ihre Bogenportale die Mezquita in Cordoba oder den Kalifenpalast von Medina al-Zahra."

                 

Dem Pabellon Mudejar gegenüber liegt der Pabellon del Renascimiento, das jetzige Archäologische Museum, das auf der nächsten Seite vorgestellt wird.