ANDALUSIEN 2009

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Sevilla: Reales Alcazares

Das geschichtlich Wichtige über die Anlage erfährt man am Anfang von Baedekers Vorstellung der Alcazares: "Der unmittelbar gegenüber der Kathedrale liegende Alcazar war ursprünglich die Burg der maurischen Herrscher, die vom 9. Jh. an daran bauten. Nach der Einnahme Sevillas durch Ferdinand III. <1248> zogen die christlichen Könige hier ein. Pedro der Grausame (1350 bis 1369) beschloss dann, seiner Geliebten Maria de Padilla eine königliche Behausung zu bauen. Dazu ließ er maurische Baumeister und Handwerker aus dem mit ihm verbündeten Granada und aus Toledo kommen, die den heute nach ihm benannten Palastteil erstellten und damit das schönste Zeugnis mudejarer Baukunst in Spanien schufen. Die Katholischen Könige veränderten einige Räume, und unter Karl V. wurde ein weiterer Anbau errichtet."

Man betritt die Schlossanlage von der Plaza del Triunfo her durch die Puerta del Leon.

     

Der dahinter liegende Patio del Leon ist durch eine hohe Mauer vom Patio de la Monteria, dem früheren Versammlungsplatz der Jagdgesellschaften, abgetrennt. Zur Linken liegt der 1330 unter Alfons XI. erbaute Salon de Justicia und dahinter der Patio de Yeso, der "Gipshof", der seinen Namen den Gipsstukkaturen verdankt, die zum Großteil von Medina Azahara stammen.

                    

        

Rechts (d. h. westlich) des Patio de la Monteria erstreckt sich der Trakt Cuarto del Almirante, in dem sich der Sitz der Casa de Contratacion, der Handelskammer für die Geschäfte mit Amerika, befand. Hier verhandelte Isabella mit Kolumbus vor seiner Amerikafahrt. In einem Seitenraum steht ein Altar mit dem Bild der "Virgen de los Mareantes", der Patronin der Meerfahrer. Am Südende führt eine - nach Baedeker meist abgesperrte - Treppe hoch zu den Gemächern der Katholischen Könige. Ganz im Westen lag ein einsamer, von den Führern ausgesparter Hof.

           

           

     

Vom Cuarto del Almirante gelangt man über den Patio de la Monteria zur Fassade des Palastes Pedros des Grausamen. Das kufische Schriftband preise Allah als einzigen Eroberer; Baedeker meint, Pedro habe das Arabische nicht lesen können.

              

Zentrum des Pedro-Palastes ist der Patio de las Doncellas, der "Mädchenhof", auf dessen Westseite - unter dem großen Turmdach - der Salon de Embajadores, der Empfangssaal für fremde Gesandtschaften, liegt.

                       

              

Der Hof wurde 1369 bis 1379 erbaut. Im 16. Jahrhundert wurde die Rundbogengalerie aufgesetzt.

                 

                 

           

     

Der Salon de los Embajadores ist der älteste, nach Baedeker auch schönste Saal des Alcazar. In ihm fand die Hochzeit Karls V. mit der portugiesischen Thronerbin Isabella im Jahr 1526 statt.

           

           

                 

Schön der Blick entlang der West-Ost-Achse durch den Patio de las Doncellas.

Im Nordwesten des Patio de las Doncellas liegt der kleine, intime Patio de las Munecas, der "Puppenhof". Der Name kommt von den puppenartigen Ornamenten. Auch hier stammen viele Bauteile aus Medina Azahara.

                    

Blickfang von hier, (hoffentlich) Blickfang dieser Andalusienseite:

           

Weitere Impressionen aus dem westlichen Palastbereich:

                          

Schön wieder der Durchgang vom Comedor, dem Speisesaal Philipps II., zum Salon de Embajadores.

                 

Im Südwesten befanden sich die Gemächer der Maria de Padilla.

           

Türen und Fenster des Alcazar.

        

Karls V. unübersehbare Spuren.

     

Im Norden des Karls-Palastes stößt man auf die Galeria de los Grotescos mit dem schönen Merkurbrunnen im Wasserbecken.

                          

  

Karls Freuden: Azulejos und Gobelins. Auf den 12 Teppichen aus Brüssel ist die Eroberung von Tunis von 1535 dargestellt. Sie wurden vom Augenzeugen des Kriegszugs, Jan Vermeyen, entworfen, von Willem Pannemaker ausgeführt und 1554 fertig gestellt.

           

        

     

Verlässt man den Alcazar, hat man wieder die Giralda vor Augen.

     

Und auf der Plaza del Triunfo schließt sich der Kreis.