ANDALUSIEN 2009

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Sevilla

Über Sevillas Geschichte erfährt man bei Schomann: "Südspaniens bedeutendste Stadt geht auf eine Händlersiedlung des sagenhaften Königreichs Tartessos  zurück (8. Jh. v. Chr.). ... Ihren Namen Ispalis wertete der hl. Isidor (7. Jh. n. Chr.) als Hinweis auf Pfahlbauten früher Iberer (spalis = Pfahl), die sogar ins 2. Jt. v. Chr. zurückreichen könnten. Das wohl seit 206 v. Chr. römische Hispalis nutzte Caesar am Ende des Bürgerkriegs gegen Pompeius zur Befestigung als colonia Iulia Romula (45 v. Chr.). ... Mauren unter Musa Ben Nusair nahmen 712 kampflos die Stadt und wählten sie für fünf Jahre als ihre Residenz Ishbiliya (= weite Stadt) am Wadi al-Kebir (= großer Fluss). Gegen normannische Überfälle (ab 825) ließ sie von Cordoba aus Emir Abd-ur-Rahman II. befestigen. Nach dem Untergang des Kalifats wurde Shbiliya 1023 Zentrum eines Taifa und erlebte unter dem Dichterkönig Mutamid I. eine kulturelle Blüte, die im Bildersturm der Almoraviden endete (1091). Erneuter Aufstieg unter den maurischen Almohaden (ab 1147) verlängerte sich ein Jahrhundert später unter den christlichen Königen Fernando III. el Santo und seinem Sohn Alfonso X. el Sabio (ab 1248). Mit Hilfe neu angesiedelter Kastilianer stieg Sevilla zum wichtigsten Ort des Königreichs auf. Religiöse Toleranz prägte diese von Handel und Handwerk profitierende Metropole bis in die Epoche des Maurenfreundes Pedro I. (+ 1369)." 
Ein wichtiges Faktum erwähnt Schomann nicht: "Ferdinand III. der Heilige eroberte die Stadt 1248 mit Hilfe des maurischen Königs von Granada und wählte sie zur Residenz." (Baedeker)
Weitere Stationen: 1493: triumphaler Empfang für den aus Amerika zurückkehrenden Kolumbus, 1503: Handelsmonopol für den Handel mit Amerika, 1618: Geburt Murillos in Sevilla, Ende des 17. Jahrhunderts: 73 Klöster, 29 Pfarrkirchen, 52 Laienbruderschaften. Aber auch: 1717 Übertragung des Amerikahandels auf Cadiz durch Philipp V., 1808 kurzfristig Landeshauptstadt, Ausstellung "Iberoamericana" 1929 und Weltausstellung 1992.

Vom Puente de San Telmo sieht man am jenseitigen Guadalquivir-Ufer die Torre del Oro (Goldturm, weil sein Dach ursprünglich mit Goldazulejos gedeckt war; erbaut um 1220 als Wacht- und Leuchtturm) und die Giralda, den Turm der Kathedrale.

              

Der Brunnen auf der Plaza de Jerez erinnert (mich) ein wenig an den Kybelebrunnen in Madrid; er scheint sonst - auch dem Baedeker - niemandem zu gefallen, da man keinen Erklärungshinweis auf ihn finden kann.

        

Verlässt man die Plaza de Jerez nach Norden, gelangt man bald zur Alten Tabakfabrik, der jetzigen Universität. Und weiter dort hinaus kommt man zur Plaza de Espana (eigene Seite) und zum Archäologischen Museum (ebenfalls eigene Seite).

     

An der Puerta de Jerez soll sich nach Baedeker eine Inschrift befinden, die auf die sagenhafte Gründung durch Herakles hinweist. Bei der Suche fand sich nur eine schwer lesbare Inschrift anderen Inhalts. 

           

Von der Plaza de Jerez führt die Avenida de la Constitucion zur Kathedrale (eigene Seite). Auf der linken Seite boten sich schöne Motive; einen Blick wert waren auch die häufigen Verkehrsmittel von Sevilla.

                    

In der Nachbarschaft der Kathedrale stößt man auch auf den Eingang der Reales Alcazares (wieder eigene Seite).

                       

Im Westen der Kathedrale scheinen sich an der Plaza de San Francisco die Banken, auch die Banca de Espana, zu tummeln. Hier fühlt sich Merkur sicher wohl.

                    

Zum Rathaus an der Plaza de San Francisco meint Baedeker, es sei "ein stattlicher Renaissancebau (1527 - 1564) von Diego de Riano. Die reich verzierte Fassade gilt als eine der reizvollsten Schöpfungen des plateresken Stils."

              

Auch hier überragt die Giralda die Dächer Sevillas.

Unterwegs zur Casa de Pilatos (eigene Seite) streiften wir El Salvador ...

                 

... auch das Denkmal für die Frauenrechtlerin Clara Campoamor ...

  

... und bewunderten immer wieder die spanischen innerstädtischen Verkehrsverhältnisse.

        

Auf dem Weiterweg zum Palacio de Lebrija (wieder eigene Seite) war modernstes Sevilla zu bewundern.

Impressionen aus der Calle Sierpes, der Schlangengasse, Sevillas Hauptgeschäftsstraße, mit schönen, teilweise schön altmodischen Azulejo-Ladenschildern.

                       

Der Rückweg führte wieder durch die Avenida de la Constitucion mit der Westseite der Kathedrale (s. Seite Kathedrale).

     

Wir bekamen am 1. Juni eine Ahnung vom Sommer in Sevilla; da es nur eine Ahnung war, ging es uns nicht wie diesem armen, müden Hund.