ANDALUSIEN 2009

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Italica

206 vor Christi Geburt besiegte P. Cornelius Scipio d. Ä. die Karthager unter Mago und Hasdrubal. Für die Verwundeten und Veteranen ließ er eine Stadt gründen, und so wurde Italica die erste Siedlung der Römer auf iberischem Boden und zum Ausgangspunkt der Romanisierung Iberiens. Aus dem so entstandenen "Uradel" von Italica gingen später die beiden Kaiser Trajan und Hadrian hervor, die ihrer Heimatstadt dann die Nova Urbs bescherten. Ihre Blütezeit erlebte Italica im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr., war noch im 7. Jahrhundert Bischofsstadt und geriet dann in Vergessenheit. Über der Altstadt von Italica erhebt sich jetzt weitgehend Santiponce, außerhalb der modernen Siedlung liegt das Amphitheater und die Nova Urbs, die Neustadt.

  

Im Ortsbereich von Santiponce liegt das römische Theater, auf das man von einem eigens eingerichteten Aussichtspunkt hinabschaut.

           

Im Eingangsbereich stößt man auf deutliche Zeugen der rumänischen Verehrung für Italica, war doch Trajan der Urheber der "Romanität" von Rumänien.

              

Am Nordrand der Nova Urbs liegt das beeindruckende Amphitheater - mit einem schönen Blick auf den Cardo Maximus der Nova Urbs.

           

Im Amphitheater kann man die Unterkellerung der Arena und die Auflagemöglichkeit der früheren Deckenbalken dieser Unterkellerung sehr schön wahrnehmen.

                       

Neben dem Amphitheater kommt man durch ein Stadttor auf den Cardo Maximus.

  

Das erste größere Haus zur Linken ist das Haus der Exedra.

                 

Wesentlich interessanter ist das Haus des Neptun mit seinem prächtigen Mosaik, das von einem skurrilen Humor zeugt: Man beachte den Ibis, der dem Pygmäen wohl sein Ungeziefer aus dem Hinterteil pickt.

                  

Im Haus des Neptun befinden sich weitere großflächige Mosaiken; die schönen Bilder sind meistens herausgenommen, möglicherweise fürs Museum in Sevilla.

        

Auf der Höhe der Siedlung befindet sich das Traianeum mit der Kopie eines heroisierten Trajan. Das Original findet man in Sevilla im Museum.

              

Das Haus der Vögel ist kostbar ausgestattet, nicht nur durch das große Vogelmosaik.

                       

  

Das zweite sehr beeindruckende Mosaik kann man im Haus des Planetariums entdecken: ein großes Mosaik mit den sieben Planeten, den Gottheiten der Wochentage.

        

                       

Ein weiteres Mosaik stellt Dionysos und Ariadne nebst anderen dionysischen Motiven dar.

        

Am Rande, d. h. etwas abseits der ausgegrabenen Häuser, liegen die Großen Thermen.

           

Nach der Besichtigung Italicas bietet sich ein Besuch des Lokals jenseits der Straße an mit augmentierenden Spatzen: Die Atmosphäre erinnert eher an einen bayrischen Biergarten, allerdings mit stark belaubten Weinlauben, in denen sich Mengen von Spatzen verstecken, die hin und wieder zur Vermehrung des aufgetragenen Salats beitragen - nicht unbedingt zur Freude eines jeden Gastes.