ANDALUSIEN 2009

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Carmona: Römische Nekropole

Nach Schomann handelt es sich bei der Nekropole von Carmona um das größte antike Gräberfeld, das auf der Iberischen Halbinsel erhalten ist. Von den etwa 1000 entdeckten Gräbern aus der Zeit des 2. Jahrhunderts vor bis zum 4. Jahrhundert nach Christi Geburt sei nur ein Viertel freigelegt. Die Unterschiede der Grabanlagen wiesen auf wechselnde Kulte und Völker hin: Carmo gelte als etruskische Gründung, sei von Karthagern befestigt und von den Römern 206 v. Chr. erobert worden. Jüngste Bestattungen (seit 300) seien aus dem Areal des Amphitheaters nachgewiesen.

Vom Amphitheater selbst sind nur spärliche Reste erhalten.

  

Auf der anderen Straßenseite liegt südlich des Amphitheaters das große Gräberfeld, auf dem den Besucher zunächst das schmucke Museum begrüßt.

                 

Die prächtigste Grabanlage des Feldes ist die weit im Südwesten gelegene Tumba de la Servilia, benannt nach einer namentlich bezeichneten Skulptur, die man in dieser Grabanlage gefunden hat. Das Grab weist noch deutlich sichtbare Wandmalereien, darunter einer Dame mit Harfe, auf.

              

        

Im Grab des Postumius wurde der Herr körperbestattet, die Sklaven fanden ihren Platz in Urnennischen.

                    

Östlich des Museums befindet sich ein anderes besonderes Grab, die Tumba del Elefante, dessen namengebender Elephant sich inzwischen im Museum aufhält. In diesem Grab, dessen Decke eingestürzt ist, fallen vor allem die Triklinien, die Bänke für die Totenmahle, auf.

              

In dem kleinen und feinen Museum sind die Objekte sehr schön präsentiert - und was unsereinen besonders erfreut: auf Deutsch beschriftet!