ANDALUSIEN 2009

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Granada: Nasridenpalast in der Alhambra

Höhepunkt der Alhambra und damit Granadas ist der Nasridenpalast, der Wohnsitz der Könige von Granada, der aus drei größeren Teilen besteht. 

Der erste und früheste Teil ist der Mexuar, "vermutlich" (Schomann) der Beratungs- und Gerichtsbereich aus der Zeit Ismails I. (um 1320), in dessen Audienzsaal die Katholischen Könige (Schomann, Baedeker: Karl V.) eine Empore einbauen ließen, die den Raumeindruck stört. 

           

Über den Patio des Mexuars gelangt man zum Patio de los Arrayanes, dem Myrtenhof, dem von Jussuf I. ab 1348 angelegten offiziellen Bereich des Sultanspalastes, dem Diwan oder Serail. 

           

Der Myrtenhof ist auf die Torre de Comares, den mit 48 Metern höchsten Wehrturm der Alhambra, ausgerichtet; im Turm befindet sich die Sala de los Embajadores, der "Saal der Gesandten", der Thronsaal Jussufs I.

        

           

Der südliche und der nördliche Arkadengang des Myrtenhofs sind mit ähnlichen Ornamenten ausgestattet.

                 

                 

Sala de los Embajadores, Thronsaal Jussufs I.

                       

                

  

Die Achse des anschließenden Löwenhofs, des privaten Palastbereichs, des Harems, ist zu der des Myrtenhofs um 90° gedreht. Er wurde von Jussufs Sohn Muhammed V. (1354 - 1391) größtenteils vollendet.

                       

              

        

Da der Löwenbrunnen zugehängt war, stellten die beiden Pavillons, in unserem Fall wegen der Morgensonne: der westliche, den größten Blickfang des Löwenhofs dar. Auffallend, dass Karl V. in die maurischen Ornamente sein Wappen hat einbringen lassen.

                    

In der Nord-Süd-Achse des Löwenhofs liegen zwei Prunksäle: im Süden die Sala de los Abencerrajes, benannt nach einem um 1450 hier angeblich geköpften Adelsgeschlecht, mit ihrem achtstrahligen Stalaktitengewölbe.

              

     

Auf dem Weg von der Sala de los Abencerrajes zur Sala de las dos Hermanas geht der Blick wieder zum Westpavillon.

                       

Die Sala de las dos Hermanas ist überwölbt von einem achtzackigen Stern, der in 16 Strahlen ausläuft; nach Baedeker die "größte aller arabischen Stalaktitenwölbungen".

                 

An die Sala de las dos Hermanas schließt sich nördlich der Mirador de Lindaraja, der Aussichtsbalkon auf den Patio de Lindaraja, an.

                          

Dort hat man wieder einen schönen Blick auf den Albaicin und kann sehen, dass sich schon am Morgen der Mirador de San Nicolas mit Menschen füllt.

              

Im nordöstlichen Bereich befinden sich die Gemächer Karls V., in denen auch sein Sohn Philipp II. logierte. Unten stößt man auf die alten Bäder Jussufs I. Im schattigen Patio de Lindaraja endet dann die Tour durch den Nasridenpalast. Zur weiteren Besichtigung der Alhambra muss man wieder auf das Niveau von Santa Maria bzw. des Palastes Karls V. hochsteigen.