ANDALUSIEN 2009

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Granada: Alhambra

Erstmalig überliefert ist die Alhambra 889 als Kal'at al-Hamra, die "Rote Festung" der Emire von Cordoba. Diese Anlage ging 1090 im Sturm der Omayyaden unter. Auf den Ruinen begann Muhammed I. 1238 seine Zitadelle, die unter Muhammed III. 1309 ihre endgültige Ausdehnung erreichte. Bis 1272 stand die Sicherung gegen Feinde im Vordergrund; davon zeugt die Anlage der Alcazaba ab 1238 mit dem beherrschenden Wachturm, der Torre de la Vela, wo am 2. Januar 1492 die Fahne Kastiliens gehisst wurde. Das Prächtigste der Alhambra ist aber der Nasridenpalast (eigene Seite), der im Laufe des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. An der Stelle des muslimischen Friedhofs ließ Karl V. ab 1527 seinen Palast errichten. Die Nachfolger Philipps II., vor allem die Bourbonen, hatten an der Alhambra kein Interesse, so dass sie ausgeplündert und ruiniert wurde. Mit Washington Irvings "Erzählungen von der Alhambra" (1829 - 32) endete der Dornröschenschlaf der Alhambra, da durch sie Künstler und Wissenschaftler angezogen wurden. Die heutigen Raumbezeichnungen sind nicht historisch, sondern stammen aus der Zeit der Restaurierung. Seit 1984 gehört die Alhambra zum Weltkulturerbe. (Weitgehend nach Schomann)

Der Eintritt in die Burganlage erfolgt ganz im Osten etwas nördlich der Torre del Agua, des Turms mit dem Wasserbehälter für die Burg. Bald nach dem Eintritt sieht man rechts das alte Kloster San Francisco, das (nach Baedeker) zum luxuriösesten Parador Spaniens ausgebaut wurde. Die sich anschließende Kirche Santa Maria wurde 1581 bis 1618 an der Stelle der Alhambra-Moschee errichtet.

              

Um zur Plaza de los Aljibes, dem Sammelplatz zur Besichtigung des Nasridenpalastes, zu kommen, geht man durchs Weintor.

              

Von der Plaza de los Aljibes, zwischen Alcazaba und Nasridenpalast gelegen, hat man einen schönen Blick hinüber zum Albaicin.

            

Es schließt sich hier der Besuch des Nasridenpalastes (eigene Seite) an. Der Ausgang aus der Palastanlage erfolgt nach Osten; man kann dann die Kuppelkonstruktion der Sala de los Abencerrajes von außen bewundern oder die Torre de las Damas, einen Festungsturm mit anschließender Bogenhalle, Wasserbecken und kleiner Moschee. Dann steigt man wieder hinauf zu Santa Maria und dem Palast Karls V.

              

Seit 1526 (Baedeker; Schomann: 1527) ließ Karl V. unmittelbar südlich des Myrtenhofs einen Palast errichten, den er mit einer von den in Granada verbliebenen Mauren erhobenen Sondersteuer finanzierte. Er wurde von Pedro Machuca begonnen und nach dessen Tod (1550) von seinem Sohn Luis Machuca fortgesetzt und ist nach Baedeker "eines der bedeutendsten Werke der Baukunst der Hochrenaissance außerhalb Italiens".

                    

     

Im Palast befindet sich ein runder Hof, dessen Erdgeschoss 1557, dessen Obergeschoss 1616 vollendet wurden, der Stierkämpfen Platz bot. Heutzutage wohl ein geschickter Photoplatz; im Obergeschoss befindet sich das Museo Provincial de Bellas Artes von Granada.

                 

  

Unterhalb des Weintors ist die Puerta de la Justicia, ein zweiter Zugang zur Alhambra - wenn man die Eintrittskarten schon hat. Im Westen der Plaza de los Aljibes betritt man die Alcazaba, übrigens bestens über Balkencode überwacht: Man scheint also immer zu wissen, wo sich die Besucher innerhalb der Alhambra befinden. - Auf den wuchtigen Wachturm, die 26 Meter hohe Torre de la Vela, wurde im 18. Jahrhundert ein Glockenträger aufgesetzt, dessen Glocke am 2. Januar als Erinnerung an den Einzug von Ferdinand und Isabella am 2. Januar 1492 geläutet wird.

              

Von der Torre de la Vela gewinnt man einen prächtigen Überblick über Granada ...

        

... und den Albaicin.

                    

Der Rückweg von der Torre de la Vela zum Ausgang und zum Generalife (eigene Seite) führt wieder an Santa Maria vorbei.