ANDALUSIEN 2009

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Granada: Kathedrale

Zur Kathedrale vermeldet Schomann: "Granadas sakrale Mitte blieb südlich unter dem Burgberg die erst seit 1920 mit Durchbruch der Gran Via de Colon auch vom Bahnhof her leicht zugängliche Kathedrale Santa Maria de la Encarnacion. 1505 bereits war man zu ihrem Bau entschlossen, doch verzögerte er sich bis zur Grundsteinlegung unter dem aus Toledo berufenen Enrique de Egas 1523. Schon 1528 <Baedeker: 1525> mußte er dem als Baumeister und Bildhauer in Neapel wie an der Renaissancekunst Frankreichs geschulten und von Zeitgenossen hoch geschätzten Diego de Siloe (+ 1563) weichen. Durch diesen wurde aus dem spätgotisch projektierten Monumentalbau die bedeutendste Renaissancekirche Spaniens."

Blick auf die Kathedrale im Häusermeer von der Torre de la Vela auf der Alhambra.

Puerta del Perdon im Nordwesten der Kathedrale, 1537 von Diego de Siloe vollendet. Der einzig begonnene Turm erhebt sich über und hinter der Plaza de la Romanilla (s. diese).

        

Von Alonso Cano und damit aus dem Frühbarock (1652 - 1667) stammt die Nischenfassade der Westseite.

              

An der Südseite springt am weitesten die Lonja, die alte Börse, vor; dahinter nimmt man die Südseite der Capilla Real wahr, über die Schomann schreibt: "Wenige Wochen nach dem Tod Isabellas I. von Kastilien (+ 13. 9. 1506) wurde hinter der einstigen Hauptmoschee für ein Mausoleum der 'Katholischen Könige' der Grundstein gelegt. Den Entwurf lieferte Enrique de Egas, der zuvor an der ebenso als Grablege des Paars gegründeten Kirche San Juan de los Reyes in Toledo gewirkt hatte." In dieser Grabkapelle besteht - leider, leider! - Photographierverbot. Gegenüber der Capilla Real befindet sich die Madraza, s. Seite Granada!

                 

Im Ostchor ein Preis Ferdinands.

     

Die Kathedrale betritt man über die Sakristei; gleich nach dem Eintritt stößt man links an der östlichen Chorwand auf den Altar Santiagos, des Maurentöters - wie er auch hier dargestellt ist.

           

Über den Innenraum bemerkt Schomann: "Doch offenbart sich die Originalität des Siloeschen Entwurfs erst im Innenraum - einer steil dimensionierten Kombination aus fünfschiffiger Halle und Chorrotunde. Deren klassisch-kühle Architektur aus kannelierten korinthischen Stützen und dicht unter muldenartigen Gewölben (mit spätgotisch anmutendem Zierrippendekor) gespannten Scheidbögen kopierte 200 Jahre später in Cadiz Vicente Acero - ebenso wie jene Verschmelzung von Lang- und Zentralraum, für die in Jerusalem die Hl. Grabkirche Pate stand. Bei einer Gesamtlänge von 116 Metern bleibt Granadas Kathedrale hinter der Sevillaner Bischofskirche um 29 Meter zurück. Ihre vom Chorumgang umgriffene Rotunde (Durchmesser 22 m) reicht 47 Meter hoch, Ausstattung vorwiegend aus dem 17. Jh."

              

                       

     

  

Ein Gang durchs äußere nördliche Seitenschiff:

           

Im Westen des Langhauses:

           

Das innere nördliche Seitenschiff; am Ende die Kopfkonsolen, die die Kandelaber über dem Schriftband "DOMINUS EST IN LOCO ISTO" ("Der Herr befindet sich an diesem Ort.") tragen.