ANDALUSIEN 2009

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Jaen: Kathedrale

Über die Kathedrale von Jaen erfährt man bei Schomann: " Zwischen moderner Stadtmitte und der sich den Hang hinaufziehenden Altstadt thront auf künstlicher Terrasse die Kathedrale Santa Maria, einer der monumentalen Nachfolgebauten  der Kathedrale von Granada. Andres de Vandelvira, Schüler des zugleich für Granada und Malaga planenden Diego de Siloe, hatte für sie 1546 den entscheidenden Entwurf geliefert, und gemäß den Vorbildern entstand bis 1575 unter seiner Leitung, bis 1579 unter der seines Mitarbeiters Alonso de Barba der leichter zu fundamentierende Südteil einer Hallenkirche der Renaissance von knapp 90 Metern Länge, deren rechteckiger Grundriß allerdings in der Nachfolge der Kathedralen von Sevilla bzw. Salamanca steht. Ihr Chor und Nordschiff folgten ab 1634 unter Juan de Aranda, die Westfassade erst im Barock ab 1667 durch Eufrasio Lopez de Rojas. ...
Auch der Renaissancekathedrale mit ihren korinthischen Pfeilern und flachen Kuppeln war eine spätgotische Bischofskirche (1368 - 1492) vorausgegangen, und davor die christlich genutzte Hauptmoschee des maurischen Geen, einer 500 Meter hoch gelegene Karawanenstation nahe dem Rio Guadalbullon, dem eine mittelalterliche Handelsstraße folgte. Zwischen ihren 1688 mit palladianeskem Glockengeschoß und Kuppeloktogon über sie hinausgewachsenen Zwillingstürmen weitet sich diese durch korinthische Kolossalsäulen geprägte Fassade: Hoch aus übergiebelter Nische blickt die Figur Ferdinands III., des Eroberers der Stadt (1246), hinüber zur ehemals maurischen Burg - wie flankierende Statuen der 'Evangelisten' und 'Kirchenväter' Werke von Pedro Roldan, dem führenden Bildhauer des Barock in Andalusien (1675 - 1684). In der Portalzone Relief der 'Himmelfahrt Mariä' zwischen den Reconquistaheiligen 'Michael' und 'Jakobus' bzw. den Schutzpatronen 'Eufrasius' und 'Katharina'. Südlich am Chor Vandelviras schöne Renaissancesakristei (1548 - 56), nördlich die klassizistische Sakramentskapelle von Ventura Rodriguez (1764 - 1801)."
Was man bei Schomann nicht erfährt, trägt der Baedeker nach, nämlich die Bedeutung des Schweisstuches der Veronica für Jaen: In der Kathedrale von Jaen wird in einem Schrein eines der drei erhaltenen "Schweisstücher der Veronica" aufbewahrt, die anderen befinden sich in Rom und Genua. Deshalb die Darstellung des Schweisstuches in der Fassade und im zentralen Ostfenster.

Von oben, von der Burg, hat man einen guten Blick auf die Kathedrale. Schmuck ist die kleine Kuppel der Sakramentskapelle.

              

Im Zentrum der Fassade Ferdinand III. , der Heilige, der Eroberer der Stadt.

                    

Drei Reliefs der Westfassade: Mariae Himmelfahrt, Michael beim Höllensturz und die Heilige Katharina, Namengeberin der Burg.

     

Mächtig und prächtig das Innere

                 

Ausstattungsdetails

        

Ostfenster mit dem Schweisstuch der Veronika

  

Blicke in die Vierungskuppel