ANDALUSIEN 2009

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Ronda

Schon im 7./6. Jahrhundert vor Chr. war Ronda befestigte Stadt als keltisches "oppidum Arunda"; Karthager und Römer waren hier, im 11. Jh. n. Chr. war Ronda Sitz eines maurischen Taifaherrschers. 1485 wurde es von den Katholischen Königen erobert und danach die Neustadt gegründet. Im 19. Jh. war es "Hochburg der Schmuggler und Straßenräuber" (Baedeker), zu deren Bekämpfung wurde 1844 eigens die Guardia Civil gegründet. Hauptattraktion ist die Lage der Stadt und damit verbunden die Neue Brücke, die die Altstadt mit der Neustadt verbindet.
Wir kamen von Norden aus Richtung Jerez und begegneten der ersten Berühmtheit, Rilke, sozusagen zufällig bei der Suche nach dem Parkplatz. Noch in der Neustadt streiften wir die erste schöne Kirche, das Kloster der Merced.

  

Über den Aussichtsplatz auf der Westseite der Neustadt näherten wir uns der Schlucht, dem "Tajo", des Guadalevin.

                 

In der Nähe der ältesten Stierkampfarena Spaniens, erbaut vom Architekten der Neuen Brücke, Martin de Aldehuela, finden sich weitere Ehrungen. 

           

Nach Blicken in die schöne Landschaft im Westen von Ronda konnten wir, zunächst von oben, die Neue Brücke ("Puente Nuevo") in Augenschein nehmen. 1735 war ein erster Versuch, die beiden Stadtteile zu verbinden, gescheitert; 1784 bis 1793 entstand dann die 160 m hohe Brücke.

        

Im Osten der Brücke führt ein bequemer Parkweg hinab zu den anderen beiden Brücken, der im Kern vermutlich römischen Brücke "Puente Romano" mit 30 m Höhe und der dahinterliegenden maurischen Brücke, dem Puente Arabe, mit 12 m Höhe. Hinter der maurischen Brücke, d. h. im Süden davon, liegen die Arabischen Bäder, die wir nur von Ferne sahen.

                    

           

Östlich der Römerbrücke liegt das einstige Christen- und Judenviertel, die außerhalb der Befestigung wohnen mussten. Von ihm sahen wir nur den alten Brunnen vor Santa Caecilia. Dann ging es durch das Tor Philipps V. (Arco Felipe V.) wieder hinauf in die Altstadt.

                    

Am Palacio del Marques de Salvatierra stützen je zwei nackte Indianer auf beiden Seiten den Ziergiebel.

              

Die Calle de la Luz führt hinauf zur Hauptstraße, der Calle Arminan.

                 

Oberhalb dieser Straße öffnet sich ein großer Platz, die "Plaza de la Duquesa de Parcent", dessen Ostseite das Rathaus bildet. Auf der Nordseite steht die Colegiata Santa Maria la Mayor (eigene Seite) auf der Stelle der Moschee. Die Mitte des Platzes bildet ein kleiner Park, dessen Mitte wiederum von einem Denkmal, vermutlich für die im Platz gewürdigte Herzogin, geschmückt wird. In der Nordostecke haben wir gespeist, wobei, wie man sieht, die Speisekarte stellenweise interpretationsbedürftig ist; "Stierenfleischwanz" würde man bei uns eher als Ochsenschwanz ... finden.

                 

Ein kurzer Ausflug galt dem mauerbewehrten Südende der Altstadt.

           

Auf dem Rückweg hatten wir wieder einen schönen Blick auf das inzwischen sonnenbeschienene Westende der Schlucht.

        

Noch einmal überquerten wir den Puente Nuevo mit dem alten Gefängnis.

           

Nicht nur vom Mirador aus hat man einen schönen Blick, sondern er bietet selbst einen schönen Anblick von der Brückenseite her.

              

Ausführliches über Ronda bietet die offizielle Homepage!