ANDALUSIEN 2009

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Cadiz

Nach Baedeker ist Cadiz die älteste Stadt der iberischen Halbinsel, ja sogar von ganz Europa! Sie wurde um 1100 als "Gadir" ("Festung") von den Phöniziern gegründet und um 500 von den Karthagern besetzt und als Basis für ihre Expansion in Spanien benutzt. Im Zweiten Punischen Krieg wurde sie römisch und wurde als Iulia Augusta Gaditana "zur Blüte geführt" (Baedeker). Nach den Westgoten kamen die Mauren, und 844 wurde der Hafen von den Normannen überfallen und bedeutungslos. Nach der Eroberung 1262 begann die Wiederbesiedlung, und nach 1717, nach der Versandung des Guadalquivirs, erhielt Cadiz das Privileg, mit den Kolonien zu handeln.
Im Spanischen Unabhängigkeitskrieg widerstand Cadiz den Franzosen, deshalb traten die Cortes, die Stände, hier zusammen, um eine neue, liberale Verfassung, die "Pepa" - weil am Josephstag (19. März) 1812 verabschiedet - zu beschließen. Davon zeugt das große Denkmal auf der Plaza Espana.

Bei unserem Besuch am 24. Mai erlebten wir die Stadt ihrem Slogan entsprechend als "lächelnde Stadt"; auf der Fahrt von Arcos hierher hatten wir ein größeres Unwetter unterquert, das vorbei war, als wir einen Parkplatz an der Plaza Espana erreichten; allerdings stand das Wasser noch vor dem Randstein. Unser erster Besichtigungspunkt war - wegen des Parkplatzes - die Plaza Espana.

                 

        

           

Danach begaben wir uns in die Gassen der Altstadt, stießen auf den Eingang der Santa Cueva (eigene Seite) und gelangten an der Plaza Mina zum Museo de Cadiz (ebenfalls eigene Seite).

                    

Plötzlich kann man aus einer engen Gasse auf einen großen, offenen Platz gelangen, wie hier auf die Plaza San Antonio, von deren Existenz man beim Blick von der Torre Tavira nichts ahnt.

           

Weitere Impressionen aus Cadiz' Gassen: Schattenspiele der Blumentöpfe!

           

Auch Baedeker spricht davon, dass man in den Kneipen an der Plaza Tio de la Tiza leckere Fischhappen ergattern könne. Stimmt! Wir waren in der Taverna des Platzes und hatten hier eigentlich das leckerste Mittagessen unserer Andalusienzeit; die Fleischportion war üppiger, als wir es hierzulande vom Griechen gewohnt sind.

           

Den "Heiligen Laurentius" sahen wir nur von außen - es war ja Sonntagnachmittag! -, konnten aber die Wandbilder bewundern.

                 

Die Torre Tavira bestiegen wir natürlich auch, und deren "Camera Obscura" (eigene Seite) ist wirklich sehenswert! Danach ging es weiter: Impressionen "Miradores" (verglaste Balkone).

              

Auf dem Weg zum Meer, das man aus der Fußgängerperspektive in der Gasse nicht sieht, passierten wir in der Calle Sagasta eine Kirche, deren Namen uns vor allem anzog ("Iglesia de la Pastora": "Hirtinnenkirche").

           

Am Meer, hier auf der Südseite der Stadt, lockt ein großes Parkhaus.

        

(Äußerliche) Impressionen von der Kathedrale

              

Zur Stadtseite hin liegt die Kathedrale an einem schönen Platz, eben der Plaza de la Catedral.

     

Nahe bei der Kathedrale befindet sich das - sonntags geschlossene - Römische Theater und das frühere Gefängnis ("Antigua (?) Carcel Real").

           

Das östliche Ende der Altstadt ist die Puerta de Tierra.